VfL Rhede – SC Kapellen Erft 0:2

Eine enttäuschende Vorstellung unseres VfL in dieser so wichtigen, weil auch richtungsweisenden Partie. Trainer Manuel Jara: „Ich hatte gedacht, dass wir unseren kleinen Lauf dazu nutzen würden, um den Gegner selbstbewusst unter Druck zu setzen. Stattdessen hat die Negativserie des Gegners offenbar dazu geführt, dass wir weniger tun. Wir haben heute ohne Einsatzbereitschaft und Leidenschaft gespielt. Das ist neu und war in dieser Saison bislang nicht der Fall.“ Der Coach sah in der ersten Halbzeit eine Rheder Mannschaft, die jegliches Tempo im Spiel vermissen ließ. Bei Ballgewinn wurde überhaupt nicht schnell in die Spitze gespielt. Auffällig war, wie viele Fehlpässe man sich leistete und dass es bei Ballverlusten zu lange dauerte, bis die gegnerischen Spieler zugestellt wurden. Einer der wenigen Akteure, der beim VfL Rhede seine Normalform erreichte war Maik Welling, der in der 13. Minute mit einer Glanzparade nach einem Eckball, und in der 30. Minute das 0:1 verhinderte. Und er leitete auch die einzige richtige gefährliche Chance des VfL Rhede in der ersten Halbzeit ein, als der VfL nach seiner weiten Faustabwehr einen Konter fuhr, Manuel Matenar aber knapp verzog (40.). Bis etwa 20 Minuten nach der Pause hatte der VfL dann seine noch beste Phase im Spiel und hätte hier den Sieg auch unter Dach und Fach bringen können. Das Team zeigte nun die nötige Leidenschaft. Daniel Beine in der 46. und 54. Minute hatte hochkarätige Möglichkeiten. Und auch der sich in aufsteigender Form befindende Sezgin Baran (68.) verzog aus aussichtsreicher Position. Der SC Kapellen-Erft hatte in dieser Phase aber auch durch Eduard Ungefug (53.) und Sven Raddatz (55.) gute Möglichkeiten. Wieder einmal durch eine Standardsituation geriet der VfL dann in der 75. Minute entscheidend in Rückstand. Die VfL-Abwehr bekam den Ball nicht aus der Gefahrenzone und Arthur Graf war zur Stelle. Nur vier Zeigerumdrehungen später fiel das 0:2 durch Eduard Ungefug. Und es kam noch schlimmer: Stefan Radefeld verletzte sich kurz vor Schluss noch am rechten Sprunggelenk und droht nun länger auszufallen.

Kommentarfunktion ist deaktiviert.