VfL bietet im BESAGROUP-Sportpark fußballerische Magerkost

Fußballerische Magerkosten bot der VfL Rhede am Kirmessamstag seinen Zuschauern im heimischen BESAGROUP-Sportpark. Trainer Sebastian Hufe ging in der Nachbesprechung der vorangegangenen 90 Minuten sogar einen Schritt weiter: „Wir haben heute auf ganzer Linie versagt“, so der 33-jährige. Mit 0:3-Toren verloren die Rheder nach einem kraft- und ideenlosen Auftritt gegen den ESC 06 Rellinghausen.

Zu Spielbeginn hatte VfL-Trainer Sebastian Hufe die Aufgabe die Stützen, Philipp Volks (Urlaub) und Yannik Oenning (Muskelfaserriss) zu ersetzen. Dafür rutschte der wiedergenesende Robin Ring neben Philipp Teriete in die Innenverteidigung und auch Mauritz Varwick feierte sein Startelf-Debüt.

Doch die Elf konnte das Vertrauen an diesem Tag nicht zurückzahlen. „Es war ein Tag zum Vergessen“, konstatierte Hufe nach Spielschluss. Seine Elf hatte zwar im ersten Durchgang mehr Ballbesitz, doch hatte gegen die tiefstehenden Gäste kein probates Mittel. Dafür ließ der VfL im Spielaufbau die Lauf- und Spielfreude der vergangenen Wochen vollends vermissen und brauchte die ESC-Defensive in keine bedrohliche Situation. Vielmehr waren es die defensiv kompakt agierende Gäste, die gekonnte Nadelstiche in Richtung Gehäuse von Marc Tebroke setzten. Folgerichtig war deshalb der 1:0-Führungstreffer Yokozawa nach 36 Minuten, dem eine Verkettung individueller Fehler vorausging. „Der Treffer war symptomatisch für unsere, heutige Lethargie“, so Hufe in der Analyse. Zu allem Überfluss zwang eine weitere Fehlerkette den Mittelstrategen Marvin Bölting nach 45 Minuten zur Notbremse, sodass man im zweiten Durchgang zu allem Überfluss mit einem Mann weniger agieren musste.

Die Entscheidung war spätestens fünf Minuten nach Wiederanpfiff gefallen, als Philipp Teriete völlig ungestüm den Zweikampf gegen Sebastian Hoffmann führt und diese die Einladung zum Foulelfmeter dankend annahm. Diesen verwandelte Ex-VfL-Akteur Martin Schüring mit 2:0. Die nun klaren Kräfteverhältnisse nutzte der flinke Yokozawa dann nach 58. Minuten sogar zum 3:0. „Es gibt viele Szenen, die symptomatisch für diesen Tag sind. Auch, dass wir erst in der 81. Minuten erstmals gezielt auf das ESC-Gehäuse schießen“, hat Hufe in der kommenden Trainingswoche viel aufzuarbeiten, wenngleich seine Kritik sicherlich auch in Richtung Schiedsrichter Maximilian Fischedick geht. Dieser hatte nach 45 Minuten aus Sicht des VfL eine viel zu harte Entscheidung getroffen, indem er ein Foulspiel von Marvin Bölting an der Außenlinie als Notbremse wertete und damit entscheidenden Einfluss auf eine mögliche Aufholjagd nahm.

Aufstellung

Tebroke – Giese, Ring, Teriete, B. Teriete, Varwick (39. Willing), Göring (75. Versteegen), Bölting, Haffke, Görkes (79. Teklote), Lechtenberg