Der VfL Rhede bangt um Kapitän Tobias Keil

Trainer und Mannschaft des VfL Rhede befinden sich seit dem Abschlusstraining am vergangenen Freitag in Schockstarre. „Das ist in Worten derzeit nicht auszudrücken“, war VfL-Sportchef Javier Garcia Dinis noch tags drauf niedergeschlagen und konnte das Geschehene nicht in Worte fassen. Was war passiert?

Kapitän Tobias Keil hatte sich im Oktober 2016 einen Kreuzbandriss zugezogen, wurde am 8. Dezember des vergangenen Jahres erfolgreich operiert und befand sich seit dem Sommer im Aufbautraining, ehe er vor drei Wochen von den behandelnden Ärzten grünes Licht bekam. Im obligatorischen Abschlusstraining am vergangenen Freitag wurde es dann urplötzlich ganz schnell, ganz ruhig. Tobias ging ohne Fremdeinwirkung zu Boden. Er war umgeknickt, klagte über starke Schmerzen im Knie und läuft seither mit Unterarm-Gehstützen. Über die Schwere der neuerlichen Knieverletzung soll eine MRT-Untersuchung in dieser Woche Aufschluss geben. „Eine neuerliche, längere Verletzung wäre ein schwerer Schicksalsschlag. Doch unabhängig davon werden wir Tobias jegliche Unterstützung geben, die er benötigen wird. Der VfL Rhede und das gesamte Team stehen ihm jederzeit zur Seite“, so Hufe, der damit die Meinung eines fassungslosen Javier Garcia Dinis teilt.

Am Sonntag in Hönnepel-Niedermörmter spielte das Team dann für ihren Kapitän. „Wir wollten den Sieg für Tobi, doch diesen Fight haben wir heute nur für ihn abgeliefert“, so Hufe nach Spielschluss. Sichtlich gerührt und mit Gänsehaut betraten seine Schützlinge den Rasenplatz an der Duffelsmühle. Hufes Assistent hatte im obligatorischen Mannschaftskreis im Kabinentrakt urplötzlich das Trikot mit der Rückennummer 2 in den Kreis gelegt, als völlige Ruhe einkehrte. „Männer, dazu muss ich nicht mehr viel sagen. Ihr wisst für wen wir heute spielen. Ihr seid gesund, ihr könnt es steuern. Gebt Gas und zeigt euerm Kapitän, dass ihr heute Meter um Meter nur für ihn fightet“.