One more Simon – Lechtenberg schnürt beim 4:2-Sieg einen Dreierpack

Der VfL Rhede trat am Samstag mit einem 4:2-Auswärtssieg im Gepäck die Heimreise vom Gastspiel beim SV Sonsbeck in Richtung BESAGROUP-Sportpark an und hatten in Person von Simon Lechtenberg abermals einen Spieler in seinen Reihen, der den Unterschied ausmacht. Der 26-jährige schnürte zum zweiten Mal in dieser Saison einen Dreierpack und zeichnete sich in dieser Saison schon für 14 Treffer verantwortlich. Die Jungs dankten ihm auf der Rückreise. Aus dem Daft-Punk-Song „One more time“ wurde kurzerhand „One more Simon“.

Lechtenberg selbst zeigte sich nach Spielschluss gewohnt uneigennützig und wollte damit, wie sein Linienchef auch, zum Ausdruck bringen, dass eine starke geschlossene Mannschaftsleistung im zweiten Durchgang eigentlich den Unterschied machte. Mit der Darbietung seiner Jungs im ersten Durchgang war VfL-Linienchef Hufe hingegen keinesfalls einverstanden. „Wir waren viel zu passiv und haben es dem SV Sonsbeck viel zu einfach gemacht, sich im Offensivdrittel freizuspielen“, so Hufe in der Analyse. Folgerichtig war es die Gastgeber, die nach einem Treffer von Luca Terfloth in Führung gingen (19.) Und auch nach dem zwischenzeitlichen Ausgleichstreffer von Lechtenberg (33.) schlug der SVS zurück. Dennis Schmitz stellte die Führung wieder her (37.)

In der Pause nahm Hufe seine Elf hart ins Gericht. „Wir haben jegliche Laufbereitschaft vermissen lassen und daher kaum in die Zweikämpfe gekommen. Gab es einmal die Zweikämpfe, wurden diese unzureichend geführt. Neben diesen Grundtugenden haben wir allerdings auch jegliche taktische Disziplin vermissen lassen“, so Hufe.

Seine Männer hatte ihn erhört. Denn mit dem Wiederanpfiff sahen die rund 200 Zuschauer im Willy-Lemken-Sportpark eine andere VfL-Elf, die sich nun leidenschaftlich gegen eine drohende Niederlage stemmte. „Kompliment an mein Team. Wir haben den Gegner nach dem Wiederanpfiff rund eine halbe Stunde förmlich eingeschnürt, waren physisch weitaus stärker, viel präsenter in den Zweikämpfen und hatten in Person von Simon Lechtenberg einen im Team, der schlichtweg weiß, wo das Tor steht“, so Hufe. Eben jener Lechtenberg gleich nach 56 Minuten zum 2:2 aus und bereitete weitere 5 Minuten später den Führungstreffer durch Oliver Tüshaus mustergültig vor (61.) Und auch den endgültigen Schlusspunkt setzte abermals Lechtenberg, dem in den zweiten 45 Minuten quasi alles gelang. Nach 67 Minuten war zum 4:2-Führungstreffer erfolgreich. „Simon profitiert auch davon, dass ein Yannik Oenning wieder zurück ist, der mit seinen Laufwegen enorm viele Räume schafft“, fand Hufe eine Erklärung für den unheimlichen Lauf seines Schützlings. Extralob verdiente sich allerdings nach Aussage von Sebastian Hufe an diesem Tag Mauritz Varwick, der zur Pause Philipp Teriete ersetzte, der mit einem Verdacht auf Gehirnerschütterung ausschied, und eine „großartige Partie“ absolvierte.