VfL verliert mit 1:3-Toren gegen den PSV Wesel

Die Stimmung beim VfL Rhede war nach dem 2:4-Auswärtserfolg beim SV Sonsbeck und den anschließenden Feierlichkeiten auf der Bocholter Kirmes prächtig. Doch nur 7 Tagen später ist die Hufe-Elf geerdet, auch weil sie es in dieser Saison nicht schafft, konstant ihre Leistungen abzurufen. Bei der 1:2-Heimniederlage im Derby gegen den PSV Wesel schaffte es der VfL nicht an die Vorstellung aus dem zweiten Durchgang in Sonsbeck anzuknüpfen. „Wir sind einfach noch jung und zu wenig konstant in unseren Leistungen. Dieser Entwicklungsprozess wird sich auch noch über die kommenden Wochen und Monate hinziehen“, so Hufe, der aber gleich hinzufügt: „Dennoch können wir die Vorstellung nicht schön reden. Diese Darbietung war inakzeptabel, das wird unter der Woche auch gewiss aufgearbeitet“, nahm Hufe seine Elf in die Pflicht.

Dabei hatte es gar nicht so schlecht begonnen. Gegen tiefstehende Gäste hatte Max Willing seine Farben nach 20 Minuten in Führung gebracht. (20.) Und die Partie hätte wahrscheinlich einen anderen Verlauf genommen, hätte VfL-Toptorjäger Simon Lechtenberg nur vier Minuten später die Führung ausgebaut. Er trat nach einem Handspiel von PSV-Kapitän Bruns vom Elfmeterpunkt an, scheiterte allerdings an Schlussmann Kaiser (24.) Der verschossene Elfmeter war der Schock für den VfL, der zunahm, als die Gäste zwei Minuten später sogar ausglichen. „Du kannst vorne das zweite Tor machen und bekommst quasi im direkten Gegenzug den Ausgleich. Das tat weh und hat Spuren hinterlassen“, so Hufe, der seine Mannschaft aber ohnehin eine der schlechteren Vorstellungen in dieser Saison attestierte.

Dies sollte sich auch nach dem Seitenwechsel nicht ändern. Der PSV beschränkte sich darauf, Kontersituationen erfolgreich zum Abschluss zu bringen, währenddessen der VfL keine Mittel gegen eine dicht gestaffelte PSV-Defensive fand und obendrein im Spielaufbau viel zu viele Fehler machte. So geschehen auch vor dem 2:1-Führungstreffer der Gäste durch Bastian Rupp (62.) oder der Entscheidung durch Donovan Sadek nach 79 Minuten. Zwar hatte Oliver Tüshaus mit seiner Volleyabnahme zwischenzeitlich die Chance, sein Team zurückzubringen, doch im Allgemeinen war die Hufe-Elf nach dem Pausentee zu kraft- und ideenlos. „Das war insgesamt ein gebrauchter Tag“, so Hufe, der mit ansehen musste, wie Offensivkraft Yannik Oenning in der Schlussminute zu allem Überfluss vorzeitig zum Duschen geschickt wurde.