0:3 in Klosterhardt – Beim VfL ist der Wurm drin

Der VfL Rhede verliert das 2. Spiel in Folge und rutscht in der Tabelle auf Rang 9 ab. Das Team von Sebastian Hufe unterlag am Sonntag mit 0:3-Toren beim DJK Arminia Klosterhardt. Hufe sprach nach Spielschluss von einem „gebrauchten Sonntag“ und deutete darauf hin, dass sein Team zuletzt stark verunsichert wirkt: „Wir machen einfachste Fehler, sind nicht bei 100% unseres Leistungsvermögens“, so Hufe, der eine Erklärung für die jüngste Entwicklung nicht parat hat.

Bereits vor der Pause war im Oberhausener Stadtteil Klosterhardt so etwas wie eine Vorentscheidung gefallen. Philip Bauer hat seine Arminia mit einem Doppelpack, begünstigt durch große individuelle Fehler in der wackeligen VfL-Hintermannschaft, in Front gebracht (33./44.) Zum Führungstreffer verhalf Bauer ein Foulelfmeter, dem eine „dilettantisches Abwehrverhalten“ vorausgegangen war. Und auch beim zweiten Treffer der Gastgeber unmittelbar vor dem Pausenpfiff agierte die VfL-Defensive zu naiv. Diese Hypothek war im zweiten Durchgang aus Sicht des VfL zu hoch, wohl wissend, dass der VfL in dieser Serie bereits einige dieser Spiele zu ihren Gunsten gedreht hatte.

Spätestens als Tommy Groll nach 75 Minuten den 3. Treffer der Arminen erzielt hatte, war der „Drops gelutscht“. „Es war ein ähnliches Spiel wie zuvor gegen den PSV Wesel. Wir haben keinen Zugriff auf den Gegner bekommen und in Ballbesitz die Bälle schnell preisgegeben“, so Hufe, der seiner Mannschaft im zweiten Durchgang nicht den Willen absprechen wollte, aber die sich letztlich „zu dämlich“ anstellte.

Zu allem Überfluss blieb dem VfL das Verletzungspech treu. Zu Halbzeit musste Marc Tebroke verletzungsbedingt passen, für ihn rutschte Björn Behner zur Pause zwischen die Pfosten, der aber beim 3. Gegentreffer machtlos war und ansonsten eine fehlerfreie Vorstellung ablieferte. Neben Tebroke werden aber auch in den kommenden Wochen weitere wichtige Stammkräfte fehlen. Denn bei Tobias Keil, Marcel Fernandez Torne, Meikel Junker ist keine Besserung in Sicht. Yannik Oenning fehlt weiterhin rot gesperrt. Und die Aufgaben werden nicht einfach. Am Sonntag ist der FSV Duisburg zu Gast im BESAGROUP-Sportpark, der den Spitzenreiter 1.FC Kleve am vergangenen Wochenende vom Thron stürzte und selber auf Rang 2 vorrückte.