Wiedererstarkte Hufe-Elf mit Heimsieg gegen Buchholz

Beim VfL Rhede hat man sich seit heute Nachmittag – 16:15 Uhr – wieder lieb. Nach fünf Niederlage in Serie ballerten sich die Schützlinge von Sebastian Hufe den Frust von der Seele. Im Heimspiel gegen TuS Viktoria Buchholz siegte der VfL Rhede mit 5:2-Toren.

„Jungs, der Zeitpunkt ist gekommen. Das ist unser Spiel, unser Sieg“ – mit diesen kurzen, aber zutreffenden Worten hatte VfL-Coach Sebastian Hufe seine Männer auf das Spielfeld entlassen. Man wollte zusammen die Kehrtwende einläuten, aber um die eigenen Zweifel zu besiegen. Und der Appell des Linienchefs hatte sichtbare Wirkung. Auf heimischen Kunstrasen versprühte die Hufe-Elf wieder deutlichen Spaß am Fußball spielen. Aus einer anfangs stabilen Defensive um das neue Innenverteidigerpaar Teriete/Versteegen trug der VfL viele temporeiche Aktionen in Richtung gegnerischem Gehäuse vor. „Das war ein anderes, es war das gewünschte Gesicht meiner Elf“, konstatierte Hufe nach Spielschluss, dessen Team mit Marvin Bölting und Philipp Volks zwei Aktivposten in der Mittelfeldschaltzentrale hatte. Und vorne hatte man mit Yannik Oenning und Simon Lechtenberg wieder zwei Angreifer, die ihre Kaltschnäuzigkeit vor dem gegnerischen Gehäuse urplötzlich zurückgefunden hatten. Denn eben jener Oenning war es, der mit seinem Doppelpack die Weichen früh auf Sieg gestellt hatte (6./11.) Hätte es der VfL in der Folgezeit  nicht versäumt, die zahlreichen Torgelegenheiten konsequenter zu nutzen, wäre eine Vorentscheidung schon eher gefallen. Doch Lechtenberg (20.) traf das leere Tore nicht und auch ein auf neuer Position wiedererstarkter Jan-Niklas Haffke scheiterte am Aluminium (40.) Da aber die Gäste zwischen der 35 und 40 Minuten stärker aufkamen, war es umso wichtiger, dass Lechtenberg mit dem Pausenpfiff nicht nur seine Torflaute beendete, sondern mit dem 3:0 auch eine beruhigende Pausenführung herstellen konnte.

Mit dem Wissen, dass Buchholz in der Vorwoche ebenfalls beim Liga-Primus Kleve mit 0:3 zurücklag und urplötzlich auf 2:3 herankam, richtete Hufe zur Pause trotz 3:0-Halbzeitführung mahnende Worte an sein Team. Doch denen trotz ein am heutigen Tag starker Simon Lechtenberg auf seine Weise. Der Goalgetter ist wieder da – und wie. Mit einem Doppelpack – den Saisontreffern 15 und 16 – zerlegte Lechtenberg binnen vier Minuten jegliche Buchholzer Träume. Und mit etwas mehr Glück wäre vier Minuten später sein Hattrick perfekt gewesen, als er an TuS-Keeper Hoppe vorbeikurvte, aber nur Aluminium traf.

Den bis dato hervorragenden Eindruck der Gastgeber trübten dann zwei späte Gegentore, die Steven Tonski aus kurzer Distanz (61.) und Innenverteidiger Alexander Klug (73.) per Kopf einschenkten. „Das darf uns nicht passieren. In dieser Phase haben wir einfach leichtsinnig verteidigt. Darüber müssen wir sprechen“, so Hufe in der Nachbetrachtung, der aber zugibt, dass sein Team mit der Herausnahme von Marvin Bölting – er war Gelb-Rot gefährdet – man kurzzeitig die Ordnung verloren habe. Letztendlich, so der Coach nach Spielschluss, sei das Punkt „Balsam für die Seele gewesen“.

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