Hufe-Elf spielt im letzten Test in Ahaus Remis

Zum 3. Mal in diesem Jahr testete die Elf von Sebastian Hufe den Ernstfall. Am Samstag stand man dem Liga-Dritten der Landesliga 4 Westfalen, dem SV Eintracht Ahaus, gegenüber.

Der VfL war im Sportpark im Ahauser Stadtwald stark ersatzgeschwächt angetreten. Die Langzeitverletzten Tobias Keil und Marcel Fernandez fehlten weiterhin, wie auch Christian Görkes, Simon Lechtenberg, Yannik Oenning und Meikel Junker, der zuletzt das Aufbautraining wieder aufgenommen hatte.

Die Hausherren starteten mit aggressivem Angriffspressing, auf das sich die VfL-Defensive um Kapitän Bodo Teriete und Thorben Versteegen nach fünfminütigen Startschwierigkeiten gut eingestellt hatten. So neutralisierten sich beide Teams im Mittelfeld, wo sie sich intensive und enge Zweikämpfe lieferten. Torchancen waren auf beiden Seiten oftmals Mangelware. Erst mit dem Halbzeitpfiff wurde es erstmals gefährlich, als die Hausherren die Unsicherheiten im VfL-Defensivverbund, der nach dem verletzungsbedingten Ausscheiden von Jan-Niklas Haffke kurzzeitig unsortiert war, ausnutzten und durch einen satten Rechtsschuss von Thorben Stratmann in Führung gingen (44.)

Zur Pause stellte der VfL taktisch um. „Wir wollten mal was anderes ausprobieren, um in der Meisterschaft flexibler zu sein“ so Hufes Intention. Doch seine Umstellung sollte zunächst noch nicht fruchten. Einer der besten Angriffe des Spiels nutzte die Eintracht in Person von Lennart Varwick zum 2:0-Führung, infolgedessen das Spiel ein wenig an Tempo und Intensität verlor – bis in die Schlussphase der Partie. „Rund 20 Minuten vor dem Ende der Partie kamen wir noch einmal später auf. Dort waren wir wieder weitaus präsenter und wurden, wenn auch glücklich, belohnt“, so Hufe. Zunächst hatte Max Willing die Anschlusstreffer auf d Fuß, scheiterte jedoch an gut aufgelegten Eintracht-Schlussmann Niklas Lukas. (77.) Besser machte es Philipp Volks, der mit einem Doppelschlag binnen acht Minuten den Ausgleich herbeiführte. (82./90.)

„Es war ein guter Gegner, eigentlich genau der Richtige vor dem Saisonstart am kommenden Sonntag gegen VfL Repelen. Schade war es, dass wir im letzten Test auf viele Akteure aus unterschiedlichen Gründen verzichten müssen, das habe ich mir anders vorgestellt. Unter diesen Voraussetzungen war es ein guter Test“, so Hufe, dessen abschließende Worte den Schwerverletzten galt: „Ich wünsche Niklas Grubbe und André van den Berg gute Besserung, viel Kraft und eine schnelle Genesung“. Die beiden Akteure schieden ohne Fremdeinwirkung schon im ersten Durchgang mit schweren Knieverletzungen aus. Vor allem für Grubbe war es der erste Einsätze nach einem Jahr Leidenszeit in Folge eines Kreuzbandrisses.

Bildquelle: Münsterland Zeitung