Geschichte

„Fisematenten“ und „unsonntägliches Tun“: Die fußballbegeisterte Jugend stieß Anfang dieses Jahrhunderts noch auf arge Zweifel, wenn es um den Wert ihrer sportlichen Betätigung ging. Und doch breitete sich der Fußball immer weiter aus, auf Städte und Dörfer.

Wer es genau nachlesen möchte: Als PDF (30 MB, längere Downloadzeit!) stehen Ihnen hier 43 Seiten Text und Bilder aus der Jubiläumsfestschrift aus dem Jahre 1995 zur Verfügung – „75 Jahre VfL Rhede 1920 e.V. – Die Geschichte eines Sportvereins in seiner Heimat“.

Die Geburtsstunde des VfL

Der Geburtstag des VfL Rhede ist der 26. April 1920, als sich in der „Restauration Theodor Demming 21 verschiedene Herren versammelten, die sich darüber einig wurden, einen Verein in der Hauptsache zur Pflege des Fußballsportes zu gründen“, heisst es im Protokoll dieser Gründungsversammlung. 64 aktive Mitglieder hatte der VfL (damals „Spiel- und Sportverein“) schon nach Ablauf des Gründungsjahres.

Der erste eigene Fußballplatz des VfL war für einige Jahre ein sandiges Gelände an der Südstraße, im Jahre 1934 wurde die Platzanlage an der Münsterstraße eingeweiht und mehrfach um- und ausgebaut. Und wie schon seinerzeit an der Südstraße musste der VfL auch hier der Wohnbebauung weichen – Anfang der 80er Jahre erfolgte der Umzug in das städtische Sportzentrum an der B 67.

1945 – 1970

… waren die Jahre des Wiederaufbaus und der Völkerverbindungen, auch für den VfL Rhede. Begeistert gingen die Mitglieder nach den harten Kriegsjahren daran, den Spielbetrieb wieder aufzubauen, es wurden zahlreiche Freundschaften zu Mannschaften im In- und Ausland geknüpft. Sportlich waren diese Jahre ein Auf und Ab. Die im Jahr 1938 zwangsweise als „VfL“ zusammengeführten Vereine Spiel- und Sportverein sowie Turnverein Rhede trennten sich wieder gütlich, der vormalige „Spiel- und Sportverein“ blieb beim Namen VfL.

Der Verein ab 1970

Die jüngere Vereinsgeschichte ist ausgesprochen wechselvoll: Der Beginn des sogenannten „bezahlten Fußballs“ führte den VfL zu seinen größten sportlichen Erfolgen, finanziell an den Rand des Abgrundes. Insgesamt spielte der VfL in den 80-er Jahren fünf Jahre in der Oberliga, der damals höchsten deutschen Amateurklasse.

Im Sog von Steuernachprüfungen, bei denen die Finanzbehörden besondere Aufmerksamkeit auf die sogenannten „Nettoligen“ richteten, kamen auf den Verein dann Steuernachforderungen in gewaltiger Höhe zu. Als Rettungsanker erwies sich unter anderem die Stadt Rhede, die 1990 das Vereinsheim kaufte und den Verein damit vom Konkurs bewahrte. Ein Notvorstand bündelte alle Kräfte für die finanzielle und wirtschaftliche Rettung des Vereins, die sportliche Seite rückte zwangsläufig ins zweite Glied.

Im Jubiläumsjahr 1995, als der Verein sein 75jähriges Bestehen feierte, stand er dank vielfältiger Bemühungen, von Vorstand, heimischer Wirtschaft und Stadt Rhede, wieder auf festen Füßen. Diese Situation hat sich erfreulicherweise noch verbessert. Die aktuelle Mitgliederzahl des VfL Rhede beträgt etwa 800.

Detaillierteres zur Vereinsgeschichte auch in der Rubrik  „Aus dem Archiv„!