Junker-Hattrick sorgt für 3:1-Auswärtssieg in Wesel

22.04.2018 - 1. Mannschaft · AktuellesLesezeit ca. 3 Minuten -

Nach 90 spanneden und angesichts der sommerlichen Termperaturen auch intensiven 90 Minuten riss der VfL Rhede im Gastspiel beim Nachbarn von PSV Wesel die Arme jubelnd in die Luft. Mit einem 3:1-Auswärtssieg haben die Schützlinge von Sebastian Hufe einen wichtigen Dreifacherfolg im Kampf um den Klassenerhalt eingefahren. „Kompliment an mein Team für die kämpferische Leistung“, so ein glücklicher VfL-Linienchef in der Nachbetrachtung. Dieses war auch nötig, da der VfL personell aus den letzten Löchen pfeift. Mit Keil, Oenning, Haffke, Giese, Bölting, Versteegen, Heller sowie den gesperrten Teklote und Fernandez fehlen im Sparkassen-Stadion in Wesel neun Feldspieler. So kam VfL-Ikone Christoph `“Billy“ Hiebing im zarten Alter 38 Jahren zu seinem Landesliga-Comeback. Zudem fehlt weiterhin Schlussmann Behner, die etatmäßige Nr. 1 Marc Tebroke nahm nach langer Verletzungspause erstmals wieder auf der Bank Platz. Für ihn stand erneut der erst 18-jährige Lennart Dillhage zwischen den Pfosten, der im sechsten Landesliga-Einsatz wiederum eine perfekte Vorstellung ablieferte.

Der VfL Rhede stand zunächst tief, war anfangs bedacht, die eigene Defensive zu stabilisieren. Und die Hausherren hatten mit der wohl nicht in dieser Form erwarteten Spielweise der Gäste so ihre Probleme. Der PSV versuchte es zumeist mit Diagonalbällen auf die offensiven Außen, Eray Tuncel und Amir Begic, die auf den Außenbahnen gegen Mauritz Varwick und David Rehms aber oftmals einen schweren Stand hatten. So erlebte VfL-Schlussmann Dillhage vorerst einen ruhigen Nachmittag und konnte mit ansehen, wie sein Team offensiv erste Akzente setzte. Simon Lechtenberg prüfte PSV-Schlussmann Sebastian Kaiser, der im Sommer in den BESAGROUP-Sportpark wechseln wird (16.) Jubel im VfL-Lager brach aus, als David Rehms sich auf Rechts perfekt durchsetzte, den Ball auf Lechtenberg brachte, der quer auf Meikel Junker legte, der keine Mühen hatte, zur Führung einzunetzen (21.) Jetzt war der VfL erwacht. Denn nur zwei Minuten später jubelte man erneut. Erst reagierte Kaiser gegen Lechtenberg prächtig, ehe Junker im Nachschuss erfolgreich war. Doch Schiedsrichter Spitzer entschied nach Rücksprache mit seinem Assistenten auf Abseits. Keine Einwände hatte Schiedsrichter Spitzer, als Junker den Ball vor Innenverteidiger Vos wegspitzelte und im Nachgang auch PSV-Schlussmann Kaiser mit einem Heber keine Chance ließ – 2:0 (26.) Die Hausherren schienen vorübergehend geschockt und kamen erst nach 43 Minuten durch Eisenstein zurück. Der allerdings fand seinen Meister in VfL-Schlussmann Dillhage, sodass beide Teams mit einem 2:0 die Seiten wechselten.

Nach dem Wiederanpfiff erhöhte der PSV den Druck, wollte mit einem frühen Treffer zurück ins Spiel kommen. „Zu Beginn der zweiten Halbzeit haben wir zu wenig investiert und sind vorübergehend – nach der verletzungsbedingten Auswechslung von Bodo Teriete – aus der Ordnung gekommen“, so Hufe im Rückblick. Erst rettete Philipp Volks noch auf der Linie für den bereits geschlagenen Dillhage (59.), ehe nach 67 Minuten Eisenstein frei vor Dillhage auftauchte, der im ersten Versuch noch parierte, gegen den Nachschuss von Admir Begic dann aber machtlos war (67.) „In dieser Phase drohte das Spiel zu kippen“, so Hufe. Doch immer wieder hörte man jetzt lautstarke VfL-Akteure, die wussten, dass man in diese wichtigen Phase, zulegen muss. Und für eben jene Mentalität wurde man belohnt. Denn man hatte in seinen Reihen einen Akteur, der „einfach ein riesen Spiel“ ablieferte. Nach einem Volks-Eckball war abermals Meikel Junker zur Stelle und sorgte acht Minuten vor dem Ende mit dem 3:1 für so etwas wie die Vorentscheidung. Denn die letzte Großchance machte David Rehms zunichte, der erneut auf der Linie klärte. (90+1).

„Das war eine hervorragende Teamleistung, haben in der entscheidenden Phase verstanden, dass es nur mit großem kämpferischen Willen funktioniert und uns für diese Mentalität belohnt“, so Hufe, der nach Spielschluss seinen Männern zu verstehen gab, dass in den kommenden Tagen und Wochen noch weitere, wichtige Begegnungen folgen. Ein Sonderlob musste er dann aber doch noch verteilen: „Was Meikel Junker heute abgespult hat, ist überragend. Umso mehr freut es mich, dass er sich mit seinem Hattrick belohnt hat“, so Hufe.

Foto: Bocholt Borkener Volksblatt – Björn Brinkmann

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