Gute Vorstellung gegen Oberligist TV Jahn-Hiesfeld

Neuzugang Oliver Dings (20.) mit dem Führungstreffer

30.07.2018 - 1. Mannschaft · AktuellesLesezeit ca. 2 Minuten -

Mit 1:2-Toren unterlag der VfL Rhede am gestrigen Sonntag dem Oberligisten TV Jahn-Hiesfeld, ließ aber über mehr als 80 Minuten keinen Klassenunterschied erkennen. Oliver Dings brachte seine Farben nach einem gut vorgetragenen Angriff über einen weiteren Neuen im Team, Tarek Staude, und dem nach Verletzung zurückgekehrten Jan-Niklas Haffke in Führung, ehe der im Sommer vom MSV Duisburg nach Hiesfeld gewechselte Nicolai Pakowski (39.) noch vor der Pause ausglich. Marco Kavs (84.) sorgte dann Minuten vor dem Ende für die Entscheidung zugunsten der Gäste.

Beide Teams waren personell dezimiert in die Begegnung gegangen. Sebastian Hufe musste u.a. auf Yannik Oenning, Florian Girnth (beide verletzt), Christian Görkes (krank), Florian Hahm, Marvin Bölting, Robin Ring, Thorben Versteggen (Urlaub) wie auch Mauritz Varwick (beruflich verhindert) verzichten. Auf der Gegenseite fehlte u.a. Torjäger Kevin Menke, stattdessen liefen aber die regionalligaerfahrenen Gataric-Brüder wie auch Defensivspezialist Alexiou auf.

Im Duell der einstigen Ligarivalen hatte der VfL Rhede den besseren Start. Gerade einmal zwei Minuten waren gespielt, als Frederik Arnold-Hallbauer sich auf rechts durchgesteckt hatte zu Alexander Giese, dessen Hereingabe aufgrund eines Platzfehlers nicht zum gewünschten Erfolg führte. Es war insgesamt ein Auftakt der Mut machte. Die Hufe-Elf agierte taktisch diszipliniert und wusste gegen den Favoriten aus Hiesfeld, der in der 16. und 22. Minuten zwei Mal gefährlich wurde, immer wieder Akzente nach vorne zu setzen. Scheiterte Simon Lechtenberg nach an Jahn-Schlussmann Weigl (15.), vollendete sein Sturmpartner Oliver Dings fünf Minuten später einen mustergültigen Angriff über Staude und Haffke zur bis dahin verdienten 1:0-Führung. Beinahe hätte Peter Göring nach 21 Minuten den zweiten Treffer sogar nachgelegt. Er kam jedoch nicht mehr entscheidend vor Schlussmann Weigl an den Ball. Der Oberligist hatte mit der Spielweise des VfL immer wieder seine Probleme, denn insbesondere im Umschaltspiel wusste die Hufe-Elf zu überzeugen. „Wir haben nach Ballverlust immer den ersten Blick in die Tiefe gerichtet. Das Vertikalspiel im ersten Durchgang hat mir gefallen“, so Hufe, der aber feststellte, dass der TV Jahn knapp zehn Minuten vor dem Pausenpfiff von Schiedsrichter Ulitzka (Bocholt) noch einmal am Tempo zog und über Neuzugang Jagalski immer wieder gefährlich wurde. Jagalski war es auch, der nach 39 Minuten den Treffer von Pakowski zum 1:1-Ausgleich vorbereitete.

Nach dem Seitenwechsel entwickelte sich dann ein offener Schlagabtausch, in dem der VfL jetzt die besseren Chancen hatte. „Aus dieser Vielzahl an Situationen im letzten Drittel müssen wir einfach mehr Profit ziehen“, erkannte Hufe nach Spielschluss Ansatzpunkte für die letzten Wochen vor dem Meisterschaftsstart. Die größte Chance vergab Bodo Teriete, der nach 73 Minuten völlig frei vor Weigl auftauchte, den Ball in Rückenlage dann aber doch nicht die entscheidende Richtungsänderung geben konnte. „Wir haben in der zweiten Halbzeit keine nennenswerte Torchance zugelassen“, so Hufe – bis Minuten vor dem Ende. Quasi mit dem ersten Torschuss im zweiten Durchgang hämmerte Marco Kavs den Ball – unhaltbar für VfL-Schlussmann Sebastian Kaiser – in die Maschen (84.)

„Wir haben eine über weite Strecken ansprechende Leistung geboten. Ich habe hier keinen Klassenunterschied erkannt. Das stimmt mich positiv. Entscheidend wird aber sein, dass wir in den verbleibenden drei Testspielen gegen Vreden, Stadtlohn und Marl versuchen, die Fehler sukzessive zu minimieren“, so Hufe, dessen Team hier einen Punkt, wenn nicht sogar mehr, verdient gehabt hätte.

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