1:1 – Rhede verliert zwei Punkte

Girnth (33.) sorgt vor dem Seitenwechsel für die Führung

19.08.2018 - 1. Mannschaft · AktuellesLesezeit ca. 2 Minuten -

Mit dem Rückwind nach dem 3:2-Sieg beim Duisburger SV unter der Woche ging der VfL Rhede in die 3. Partie binnen 7 Tagen und wollte punktmäßig nachlegen. Am Ende von 90 durchwachsenen Minuten blieb nur ein Punkt auf der Habenseite, weil Murat Kaya vier Minuten vor dem Ende den Führungstreffer durch Florian Girnth egalisieren konnte.

Sebastian Hufe hatte seine Elf im Vergleich zum Duisburg-Sieg auf zwei Positionen umgestellt. Alex Giese und Meikel Junker nahmen auf der Bank Platz, dafür sprach Hufe Bölting und Girnth das Vertrauen von Beginn an aus. Und seine Elf war es dann auch, die von Beginn an das Spielgeschehen im BESAGROUP-Sportpark klar dominierte. Die Gäste aus Kalkar blieben im ersten Durchgang durchweg blass. Der einzige Torschuss erfolgte in der 36. Minute, wirkliche Gefahr wollte aber nicht aufkommen. Stattdessen hatte der VfL vor dem Seitenwechsel gleich „vier bis fünf gute Offensivaktionen“. Oliver Dings (22.) sowie Robin Ring (28.) waren wohl der Führung am Nähesten. Die Führung erzielte aber Florian Girnth. Simon Lechtenberg hatte Girnth freigespielt, der den Ball vorbei an HöNie-Keeper Königs zur 1:0-Führung einschob.

Auch nach dem Seitenwechsel hatte die Hufe-Elf gleich mehrfach die Chance, den Sack zuzumachen, wenngleich man feststellen musste, dass die Mannschaft mit zunehmender Spieldauer „weniger für den Erfolg investierte“. In der 67. Minute hatte Marvin Bölting die „riesen Chance zur Entscheidung“, als er völlig frei vor dem eingewechselten HöNie-Keeper Haysek auftauchte, aber den Ball knapp zehn Meter zentral vor dem Tor über den Querbalken zog. Aber bereits vor dieser Großchance waren die Kräfteverhältnisse im BESAGROUP-Sportpark gekippt. Der SV HöNie kam zwar nie gefährlich vor das Tor von VfL-Schlussmann Sebastian Kaiser, gewann aber jetzt im Mittelfeld entscheidende Szenen. Ein einziger Ball kam aber auf das Tor und das war der von Murat Kaya getretene Foulelfmeter. Robin Ring hatte Nils Hermsen nach 86 Minuten im Strafraum von den Beinen geholt. Den anschließenden Foulelfmeter nutzte Kaya zum Ausgleich. Doch das war noch nicht das Ende. Denn erst hatte Lechtenberg die erneute Führung auf dem Fuß (89.), scheiterte aber um Zentimeter. Auf der Gegenseite war es quasi mit dem Schlusspfiff Edin Husic, der aus kurzer Distanz den Ball zum Glück für den VfL in den Himmel und nicht ins Tor drosch. (90.)

„Es wäre der Siegtreffer gewesen. Stell dir einmal vor: Da gewinnst du so ein Ding mit 2:1- und hast eigentlich gar nichts getan“, wusste Georg Mewes auf der anschließenden Pressekonferenz, das ein Sieg nicht verdient gewesen wäre. Auf der anderen Seite war Sebastian Hufe über das Gesehene „not amused“. „Gegen so einen Gegner musst du gewinnen. Am Ende stehst du hier mit zwei Punkten weniger da, die du die eigentlich verdient hast. Das ärgert mich maßlos und nervt auf Dauer. Wenn wir das nicht besser in Zukunft hinbekommen, dann versinkst du im Mittelmaß. Oder noch schlimmer“.

Bild: Bocholt Borkener Volksblatt (BBV) – Jürgen Wegmann

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