Garcia Dinis analysiert den Saisonstart

„Wir müssen uns weiterhin täglich kritisch hinterfragen“

05.09.2018 - 1. Mannschaft · 2. MannschaftLesezeit ca. 2 Minuten -

Seit gut einem Jahr ist er im Amt, Javier Garcia Dinis. Der einstige Linienchef des VfL Rhede, der zum Ende seiner Amtsperiode nur so knapp an der Rückkehr in die Oberliga Niederrhein scheiterte, geht als Sportlicher Leiter in seine zweite Saison. Seine Hauptaufgabe bestand zuletzt darin, den Kader der Erst- und Zweitvertretung des VfL Rhede umzubauen. „Wir brauchten in beiden Mannschaften qualitativ und quantitativ Zuwachs. Das hat eine detaillierte Analyse der Vorsaison gezeigt“, so ließ Javier Garcia Dinis schon vor Beginn der aktuellen Spielzeit gegenüber der lokalen Presse verlauten. Dass man dabei, einigen Gerüchten zufolge, ein finanzielles Wagnis eingegangen ist, konnte der VfL-Sportchef aber keinesfalls bestätigen. „Ausgehend von der Qualität der Spieler, die wir im Kader der 1. Mannschaft haben, ist dies einer der kostengünstigsten Kader, den der VfL Rhede in den letzten Jahrzehnten hatte“, so Garcia Dinis, der damit auch unter Beweis stellt, dass Qualität nicht zwangsläufig auch viel Geld kostet.

„Du musst den Jungs eine Philosophie, ein Konzept näherbringen und authentisch deine Pläne darlegen“, beschreibt er seine tägliche Arbeit in den Gesprächen mit seinem kickenden Personal. Die Jungs, die sich dann für diesen Weg entschieden haben, mussten dennoch schnell lernen, dass man nicht weniger von ihnen erwartet, als zu Zeiten, als das Gehaltsgefüge noch „weitaus üppiger war“. Und von eben jenen lernwilligen Akteuren habe man im Sommer einige gewinnen können. Es seien allesamt Jungs, die sportlich nicht nur eine enorme Qualität, sondern vor allem auch eine entsprechende Einstellung zum leistungsorientierten Fußball mitbringen. Nicht vergessen möchte Garcia Dinis aber auch, dass es alles noch „junge Wilde seien“. Das birgt eine gewisse Naivität, soll aber keinesfalls eine Entschuldigung für möglicherweise festzustellende Leistungsschwankungen sein. „Die Jungs müssen sich schnell mit der Philosophie und der Idee identifizieren“, so die Forderung des 40-jährigen Funktionärs, der allerdings bestreitet, dass das Konzept auf eine tabellarische Top-5-Platzierung abzielt. „Nein, wir möchten uns nach dem radikalen Umbruch vor rund 12 Monaten sportlich sukzessive weiterentwickeln und geben dem Verein Zeit, organisatorisch und strukturell nachzulegen“, so Garcia Dinis. Seine Aufgabe bestehe allerdings darin, diesen sukzessiven Fortschritt zu überwachen und das erfolgt intern bei Bedarf dann auch lückenlos. Denn am Ende sei er überzeugt, dass ein kontinuierlicher sportlicher Fortschritt (auch über ein oder zwei Spielzeiten hinaus) zwangsläufig im Erfolg mündet. Wie Erfolg dann konkret definiert ist, ließ er offen. Aber den Beweis will er gemeinsam mit seinem Team anstellen. Hierzu werde die tägliche Arbeit bei einem Jeden, zunächst bei sich selbst, stetig kritisch hinterfragt.

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