Hahm-Doppelpack reicht nicht zum Sieg

VfL Rhede unterliegt dem FC Kray mit 2:3-Toren

17.09.2018 - 1. Mannschaft · AktuellesLesezeit ca. 3 Minuten -

Dieses Fußballspiel hat viel zu bieten: Fünf Tore, zwei Pfostentreffer, einen Foulelfmeter und eine lautstarke Unterstützung samt Trommeln auf den Rängen, die nicht zuletzt für eine in gewissen Phasen des Spiels aufgehitzte Stimmung sorgten. Am Ende unterlag der VfL Rhede mit 2:3-Toren und musste akzeptieren, dass die individuelle Klasse der Gäste an diesem Tag einfach überwog. Und deshalb gratulierte Hufe seinem Gegenüber, Michele Lepore, auf der anschließenden Pressekonferenz quasi schon zum Aufstieg. „Dieses Team hat einfach eine brutale Klasse. Allein die Mittelfeldachse um Barra, Zaskoku und Ferati hat Ober-, wenn nicht Regionalliganiveau“, so Hufe, der nur exemplarisch drei Akteure der Gäste nannte, die bereits ihr Können in Deutschland Viertklassigkeit unter Beweis gestellt haben.

VfL-Coach Sebastian Hufe hatte seine Elf insbesondere im ersten Durchgang extrem defensiv eingestellt – zu Lasten der eigenen Offensivbemühungen. Und genau das machte der Lepore-Elf im ersten Durchgang zu schaffen: „Es war ein schweres Spiel, weil die Rhede hinten gut gestanden haben, auch wenn ich mit dem ersten Durchgang absolut nicht zufrieden war“, lautete das Fazit von FCK-Coach Lepore auf der Pressekonferenz. Insbesondere mangelnde Torchancen dürfte Lepore als Indikator ausgemacht haben. Denn mit Ausnahme der Chance von Tavio Y Huete aus der 28. Minuten gab es kaum Nennenswertes, ehe Fatmir Ferati seine individuelle Klasse aufblitzen ließ. Nach einem fragwürdigen Freistoßpfiff des ansonsten guten Schiedsrichters legte sich Ferati den Ball zurecht und zirkelte aus 25 Metern den Ball zum 1:0 ins obere linke Toreck (32.) Der VfL war kurz zuvor erstmals gefährlich im Strafraum aufgetaucht, doch die Hallbauer-Hereingabe verpasste Oliver Dings am ersten Pfosten. (29.) Doch aus dem Nichts stand es dann plötzlich doch 1:1. Florian Hahm war im Strafraum zu Fall gebracht worden. Der Gefoulte trat selber an und überwand FCK-Keeper Delker mit einem satten Schuss in die Tormitte. (45.)

Der VfL hatte in der Kabine seine eigene Fehler aufgearbeitet und einen neuen Plan für den zweiten Durchgang zurechtgelegt, da stand es urplötzlich 1:2. „Der frühe Rückstand hat uns natürlich nicht in die Karten gespielt“, wusste Hufe später auch. Hussein Allouche hatte eine Ferati-Hereingabe per Dropkick in die Maschen gesetzt. „Da agieren wir aber auch viel zu passiv. Insgesamt müssen wir aber an unserer Zweikampfführung arbeiten. Da verhalten wir uns manchmal wie Mädchen“, so Hufe. Gleiches gilt für die Szene aus der 57. Minute, als Yassine Bouchama per Kopfball gar das 1:3 erzielte. Als Konsequenz löste Hufe kurz Zeit später eine 6er-Position auf und brachte mit dem unter der Woche grippegeschwächten Girnth neben Lechtenberg eine neue offensive Kraft. Und der Mut sollte belohnt werden. Erst scheiterte Lechtenberg noch aus vier Metern an FCK-Keeper Delker (69.). Nach 75 Minuten legte Lechtenberg quer auf Hahm, der den 2:3-Anschlusstreffer herbeiführte. (75.) In der Folge öffnete der VfL dann zunehmend das eigene Visier und hatte gewiss Glück, dass der FCK in vielen Aktionen die letzte Zielstrebigkeit vermissen ließ. So war das Spiel bis zum Ende offen, wenngleich der FCK natürlich weiterhin ein optisches Übergewicht hatte. Die größte Chance zum Ausgleich hatte Florian Girnth, der nach einer missglückte Eröffnung von FCK-Keeper Delker blitzschnell schaltete und den Gästekeeper aus der Distanz überspielen wollte. (81.) So blieb es am Ende bei einem gerechten 3:2-Auswärtserfolg der Gäste, wenngleich Hufe nach Spielschluss ergänzte: „Mit viel Glück wäre hier ein Punktgewinn drin gewesen“. Insgesamt war der VfL-Coach mit der Darbietung im kämpferischen und läuferischen Bereich zufrieden. Arbeiten dagegen müsse man an dem Spiel mit Ball. „Dort müssen wir auch gegen einen Gegner dieser Klasse mutiger werden“.

Bildquelle: Sport in Essen

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