Rheder Abwärtstrend hat Bestand

1:3-Auswärtsniederlage bei SV Genc Osman Duisburg

07.10.2018 - 1. Mannschaft · AktuellesLesezeit ca. 2 Minuten -

Der VfL Rhede kassierte beim Gastspiel beim Aufsteiger SV Genc Osman Duisburg die 5. Niederlage in Serie. Damit ist auch der Einstand von Javier Garcia Dinis, der unter der Woche das Traineramt von Sebastian Hufe – der wiederum zuvor zurückgetreten war – übernommen hatte, misslungen. Der 40-jährige Neu-Trainer stellte nach Spielschluss aber treffend fest: „Uns ist klar, dass es nicht mit Handauflegen funktioniert. Wenn man Selbstvertrauen in Flaschen kaufen könnte, bräuchten wir davon literweise“. Denn dem VfL Rhede ist die fußballerische Leichtigkeit abhanden gekommen. Nach 90 Minuten in Duisburg setzte es eine 1:3-Auswärtsniederlage. Mit nach wie vor zehn Punkten springt somit nun der 16. Platz heraus.

Der VfL war auf dem Duisburger Kunstrasen das Team, das besser aus der Kabine kam. Der wiedergenesende Florian Girnth hatte nach 8 Minuten die Führung auf dem Fuß. Und auch Simon Lechtenberg hatte sich nur drei Minuten später den Ball in aussichtsreicher Position zum Freistoß bereitgelegt, scheiterte allerdings am Schlussmann der Hausherren. „Der Auftakt machte Mut“, stellte Garcia Dinis später fest. Doch dass der VfL mental labil ist, bestätigten die Geschehnisse in der 20. Minute. Die Duisburger um Trainer Heiko Henlein und Ex-Profi Musa Celik waren mit 1:0 in Führung gegangen. Thorben Versteegen unterlief ein Eigentor, das bei seinen Kameraden Wirkung hinterließ. Denn nach ordentlichem Beginn war jetzt Genc Osman das bessere Team und schlug noch vor der Pause nach einem Konter zum 2:0 zu. Samet Sadiklar, der vor Saisonbeginn vom Oberligisten VfB Homberg gekommen war, traf zur 2:0-Führung aus Sicht der Hausherren. In der zweiten Hälfte wollte sein Team, so berichtete Garcia Dinis nach Spielschluss, mit anderer und stärkerer Mentalität zurückkommen. Aber das klappte nicht. „Wir konnten den Druck nocht mehr so aufbauen, wie wir das gerne machen wollten“, so Garcia Dinis später. Zwar hatte sein Team jetzt weitaus mehr Ballbesitz, doch Genc Osman lauerte auf den einen Fehler und der passierte. So geschehen in der 68. Minute, als der VfL im Aufbauspiel zu ungenau war und Samet Sadiklar mit dem 3:0 für eine Art Vorentscheidung sorgte. Kurzzeitzig Hoffnung keimte auf, als Florian Girnth nach 80 Minuten den 1:3-Anschlusstreffer erzielte, doch die folgenden Offensivaktionen blieben dann doch zu ungenau. So verpassten unter anderem Görkes (81.)oder Lechtenberg (84./90.) das Gehäuse der Gastgeber. Negativer Höhepunkt war der Platzverweis von Florian Girnth in der Schlussminute, der kurz vor Spielende mit der Ampelkarte vorzeitig das Feld verließ. „Die erste gelbe Karte für ihn war schon fragwürdig. Die zweite bekommt er, weil er Bruchteile einer Skunde nach dem Abseitspfiff den Ball aufs Tor schießt. Da erwarte ich mehr Fingerspitzengefühl“, kommentierte Garcia Dinis die letzte Szene des Spiels. Insgesamt appellierte er an sein Team, sich mental nicht hängen zu lassen. „Wir müssen uns jetzt an Kleinigkeiten hochziehen. Dass wir Fußball spielen können, weiß jeder. Aber der Kopf muss jetzt frei werden“, so Garcia Dinis, der nach Spielschluss seinem Team symbolisch die Hand reichte. „Ich helfe euch, wir werden gemeinsam da raus kommen“, ist er jetzt als Psychologe gefragt.

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