Rhede meldet sich mit 5:0-Heimsieg zurück

Lechtenberg (11./74), Göring (46.), Hahm (69.) und Oenning (71.) treffen

14.10.2018 - 1. Mannschaft · AktuellesLesezeit ca. 2 Minuten -

Der VfL Rhede hat den Negativtrend gestoppt und ballerte sich im Heimspiel gegen den F.C. Blau-Gelb Überruhr den Frust sichtlich von der Seele. Vor rund 200 Zuschauern bezwang der VfL Rhede den Gast aus dem südöstlichen Essen mit 5:0-Toren. Es war der höchste Saisonsieg, mit dem sich das Team um seinen neuen Trainer, Javier Garcia Dinis, auf Rang 11 vorarbeitete.

Beide Teams starteten in Anbetracht ihres Negativlaufs entsprechend verunsichert. „Das war insbesondere in den ersten 45 Minuten kein Fußballleckerbissen“, stellte Javier Garcia Dinis auf der anschließenden Pressekonferenz fest. Dasilva Matondo zog nach 7 Minuten ab und traf nur den Querbalken des Gehäuses von VfL-Schlussmann Sebastian Kaiser. Auf der anderen Seite zielte Simon Lechtenberg genauer. Der Offensivakteur zimmerte einen ruhenden Ball aus etwa 20 Metern zur 1:0-Führung in die Maschen. Doch der Treffer verlieh dem Spiel des VfL zunächst keinerlei Selbstvertrauen. Insgesamt entwickelte sich eine zerfahrene erste Halbzeit mit wenig Torraumszenen – auf beiden Seiten.

Mit neuem Mut startete der VfL den zweiten Durchgang. Und macht den Traumstart perfekt. Nach einem Ballgewinn von Christian Görkes in der Mittelfeldzentrale passte er auf Lechtenberg, der wiederum Peter Göring bediente, der zum 2:0 erfolgreich war. Sein Abschluss aus knapp zehn Metern schlug im kurzen Toreck ein. Doch der insgesamt 4. Saisonsieg war in der Folgezeit keinesfalls unter Dach und Fach. Ein von Philipp Teriete geblockter Schuss von Ersin Canseven knallte nur an den Pfosten (56.). Bei den nachfolgenden Versuchen von Yassin Sahintürk (58./60.) musste VfL-Schlussmann Sebastian Kaiser sein ganzes Können aufbieten. Insbesondere beim Distanzschuss nach einer Stunde reagierte der 24-jährige Schlussmann prächtig. Und eben jene Aktion schien einen Hallo-Wach-Effekt gehabt zu haben. Denn unmittelbar im Anschluss folgten die stärksten 10 Minuten – mit drei Toren. Der eingewechselte Oliver Dings setzte sich stark auf der rechten Außenbahn durch, bediente nach 69 Minuten Florian Hahm, der zur vielumjubelten 3:0-Führung einschob. Ebenso sehenswert war der Treffer durch 4:0 von Yannik Oenning, der eine Flanke von Simon Lechtenberg als Volley in die Maschen setze (71.) Weitere vier Minuten später krönte Lechtenberg eine couragierte Vorstellung mit seinem 2. Treffer des Tages zum 5:0. Zwischenzeitlich hatte Philipp Teriete bei einem Kopfball Pech, es wäre der 4. Treffer binnen 10 Minuten gewesen. (73.) Das wäre aber am Ende auch des Guten zu viel gewesen, wusste auch Javier Garcia Dinis später auf der Pressekonferenz: „Der Sieg ist am Ende zu hoch ausgefallen“. Doch insgesamt sei der 5:0-Heimerfolg ein Schritt in die richtige Richtung gewesen – wenn auch nur ein Kleiner. Am Ende blieb es bei der Heimpremiere von Javier Garcia Dinis beim 5:0-Heimsieg, auch weil die VfL-Defensive um Sebastian Kaiser und Kapitän Bodo Teriete heute sehr konzentriert verteidigte.

„Die Mannschaft hat sich von Minute 1 bis 90 als Einheit präsentiert. Das war der Schlüssel für den heutigen Erfolg. Hieran gilt es in den kommenden Wochen anzuknüpfen. Denn wir befinden uns in einer schwierigen Phase, aus der wir noch lange nicht raus sind“, so Garcia Dinis auf der Pressekonferenz, auf der er abschließend feststellte: „Der Sieg gehört zu einem Teil meinem Vorgänger, Sebastian Hufe, der hier gute Arbeit abgeleistet hat“, und erhielt dafür großen und lang anhaltenden Applaus der Anwesenden im Clubheim.

Bild: Bocholt Borkener Volksblatt/ Grütter

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