Garcia Dinis wechselt den Sieg ein

Y. Oenning avanciert beim 5:2-Heimsieg zum Man of the Match

19.11.2018 - 1. Mannschaft · AktuellesLesezeit ca. 2 Minuten -

Es ist das einzige Landesliga-Duell zweier Teams aus dem Fußballkreis Rees/Bocholt. Allein deshalb ergab sich im gestrigen Derby eine gewisse Brisanz. Und das erlebten auch die rund 200 Zuschauer im BESAGROUP-Sportpark, denen zeitweilen offener und ereignisreicher Schlagabtausch geboten wurde – mit besserem Ende für den VfL Rhede. Das Team von Javier Garcia Dinis siegte am Ende mit 5:2-Toren und profitierte von einem „schwachen zweiten Durchgang der Gäste“, wie es Björn Assfelder, Trainer des PSV Wesel auf der anschließend Pressekonferenz feststellte.

Dem Linienchef des PSV Wesel dürfte schon der Beginn der Partie ganz und gar nicht geschmeckt haben. Keine vier Minuten waren gespielt, als Gäste-Keeper Raven Olschewski ein erstes Mal hinter sich greifen musste. Simon Lechtenberg hatte die Kugel per Ecke hereingeschlagen, die Marvin Bölting per Kopf zunächst verlängerte und in Frederik Arnold-Hallbauer einen Abnehmer zum 1:0 fand. Und Rhede machte munter weiter. Ein Schuss von Alex Giese knallte nur gegen die Querlatte (8.), der vermeintliche Treffer zum 2:0 durch Simon Lechtenberg wurde wegen einer vorausgehenden Abseitsstellung aberkannt (10.). „Unser Plan ging zu Beginn der Partie voll auf“, beschrieb Garcia Dinis später auf der Pressekonferenz, der aber auch feststellte, dass das Spiel „nach 15-20 Minuten urplötzlich einen Bruch erhielt“. In dieser Phase sei die notwendige Agressivität abhanden gekommen und man sei immer einen Schritt zu spät in der Aktion gewesen. Das sorgte dafür, dass der PSV nicht nur stärker aufkam, sondern die VfL-Defensive jetzt vor große Probleme stellte. Die Folge waren „zwei Gegentore mit Ansage“. Erst traf Luis Blaswick zum 1:1-Ausgleich (35.), ehe Timo Giese zwei Minuten vor der Pause den PSV in Führung brachte (43.).

Javier Garcia Dinis reagierte in der Pause, auf die nicht ganz unverdiente PSV-Führung, stellte taktisch um, in dem er Angreifer Yannik Oenning für den eher defensiveren Mauritz Varwick brachte. „Eine weitere Offensivkraft als belebendes Element“, so die kurze Erklärung von Garcia Dinis zum Wechsel. Und er sollte ein glückliches Händchen beweisen.

Denn insbesondere der eingewechselte Yannik Oenning sorgte jetzt für reichlich Unruhe im fehleranfälligen Defensivverbund der Weseler und avancierte schlussendlich zum Man of the match. Denn erst drehte er binnen 60 Sekunden das Spiel quasi im Alleingang und legte später das entscheidende 5:2 nach. 52 Minuten waren gespielt, als der eingewechselte Oenning erstmals zuschlug. Und keine 60 Sekunden später hatte er PSV-Schlussmann Raven Olschewski ein zweites Mal überwunden. Aus einem 1:2 machte Oenning mal eben ein 3:2 – Wahnsinn. „Zwei absolut überflüssige Gegentore“, stellte Assfelder nachher fest und wusste, dass dies letztlich wohl die entscheidende Phase des Spiels war. Zwar hatte Blaswich zwar noch die Chance zum Ausgleich, scheiterte, wie schon im ersten Durchgang, abermals am stark parierenden Sebastian Kaiser im Tor des VfL Rhede. Der PSV lockerte nun minütlich die eigene Defensive und schaffte somit Räume für die VfL-Offensive. Und die schlug eiskalt zu. Abermals Yannik Oenning hatte Simon Lechtenberg in Szene gesetzt und der schob ein zum vorentscheidenden 4:2. (79.) Den Deckel drauf setzte dann Yannik Oenning, der 60 Sekunden vor Ende der regulären Spielzeit zum 5:2 traf (89.) Sogar ein sechster Treffer wäre möglich gewesen, aber Florian Hahm ließ sich frei vor Raven Olschewski den Ball vom Fuß nehmen. (90.)

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