Dario Gerling verlässt den VfL Rhede

Sturmtalent wechselt in der Winterpause zum Oberligisten 1. FC Bocholt

04.01.2022 - 1. Mannschaft · Aktuelles · SliderLesezeit ca. 2 Minuten -
Foto: Christian Klumpen

Der VfL Rhede muss –sehr zum Unmut des neuen VfL-Coaches Thomas Drotboom– im Kampf um den Klassenerhalt in der Landesliga ab sofort auf die Dienste von Dario Gerling verzichten. Das 20jährige Sturmtalent, das vor der Saison vom SV Vrasselt in den Besagroup-Sportpark wechselte, zieht es zum Oberligisten 1. FC Bocholt, der aktuell hinter der SSVg Velbert den zweiten Tabellenrang in dieser Liga einnimmt.

Nachdem bereits vor den Weihnachtsfeiertagen das Interesse des Oberligisten 1. FC Bocholt an Angreifer Dario Gerling durchgesickert war, haben alle Seiten nun Klarheit: Der 20jährige Angreifer, der vor der laufenden Saison vom Bezirksligisten SV Vrasselt in den Besagroup-Sportpark wechselte, verlässt den VfL Rhede mit sofortiger Wirkung gen Bocholter Hünting.

„Dass wir enttäuscht sind, ist klar“, so Thomas Drotboom und Thomas Schunkert unisono. Das seit vier Tagen amtierende VfL-Trainer-Team läßt keinen Zweifel daran aufkommen, dass es im Kampf um den Klassenerhalt in der Landesliga gerne auf Gerling zurückgegriffen hätte. Drotboom: „Dario wird uns natürlich fehlen. Wir haben intensive Gespräche mit ihm geführt und ihm verdeutlicht, dass wir sehr gerne mit ihm weiterarbeiten würden. Insgesamt muss man aber auch klar sagen, dass wir angesichts des auf dem Tisch liegenden Angebots hier einfach keine Chance hatten, ihn von unserem gemeinsamen Weg zu überzeugen.“

Drotboom macht ebenso wie Schunkert klar, dass der mit neun Treffern aus 15 Spielen torgefährlichste Rheder Angreifer der Hinrunde sich gleichermaßen früh wie klar positionierte, was am Ende den Ausschlag für die Verhandlungsbereitschaft auf VfL-Seite gegeben habe: „Rational ist es schwer zu erklären, dass wir in unserer sportlichen Situation einen der formstärksten Spiele der Hinrunde abgeben. Allerdings war es der klare Wunsch von Dario, den Schritt zu wagen und ihn auch zu sofort zu tätigen. Hieran konnten weder Schunki und ich, noch unser Team-Manager Andre Knoch und unser Geschäftsführer Paul Heuer etwas ändern, obwohl wir nichts unversucht ließen. Diesem Umstand mussten wir auch vor dem Hintergrund Rechnung tragen, dass wir in unserer aktuellen Situation darauf angewiesen sind, dass die Jungs den Kopf frei haben und alles dafür geben, das Ruder noch einmal herumzureißen.“

Gleichzeitig zeigt Drotboom allerdings auch Verständnis für die Entscheidung Gerlings: „Natürlich kann ich seine Argumentation und seinen Wunsch, den Sprung in eine höhere Spielklasse zu wagen, absolut nachvollziehen. Von daher wird da auch im Verhältnis zwischen mir und dem VfL Rhede auf der einen und Dario auf der anderen nichts hängenbleiben wird. Ich wünsche ihm, und da kann ich auch für Schunki und alle Verantwortlichen des VfL Rhede mitsprechen, natürlich auch viel Erfolg für seine weitere sportliche Zukunft. Zumal es ja grundsätzlich auch zu unseren Zielsetzungen gehört, junge Spieler in ihrer Entwicklung zu fördern und zu begleiten, so dass sie den nächsten Schritt machen können.“

Weniger gut zu sprechen waren sowohl Drotboom, als auch Schunkert dagegen trotzdem auf den neuen Verein Gerlings. Allerdings weniger wegen des Wechsels an sich, als vielmehr wegen des Zeitpunkts. „Auch, wenn es insgesamt legitim ist, sich permanent ergänzen und verstärken zu wollen, fehlt mir für das Vorgehen des 1. FC Bocholt schon ein wenig das Verständnis“, so Drotboom, der sich gewünscht hätte, dass „man dieses Anliegen auf den Sommer vertagt hätte. So, wie das jetzt abgelaufen ist, ist das nicht so prickelnd, aber letztlich gehört das ein Stück weit auch zum Fußball dazu. In letzter Konsequenz müssen wir die Sache nun so akzeptieren, wie sie ist und sollten uns auch nicht länger mit ihr beschäftigen, als unbedingt nötig. Wir haben eine immense Herausforderung vor uns, bei der uns Jammern sicherlich nicht weiterhelfen wird.“

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