U17 | 6:1-Klatsche am Flinger Broich

Heidemann-Elf muss sich dem Nachwuchs von Fortuna Düsseldorf geschlagen geben

05.04.2022 - Aktuelles · B-JuniorenLesezeit ca. 3 Minuten -

Vor dem direkten Duell mit TuRU 1880 Düsseldorf in der kommenden Woche mussten die U17-Junioren des VfL Rhede im Kampf um den vierten Tabellenplatz in der B-Junioren-Niederrheinliga am gestrigen Sonntag einen Rückschlag hinnehmen. Beim Bundesliga-Nachwuchs von Fortuna Düsseldorf erlitt das Heidemann-Team eine zumindest in der Höhe unnötige 6:1-Niederlage.

De U17-Junioren des VfL Rhede mussten sich am Sonntagvormittag am Flinger Broich in eine am Ende sehr deutliche Niederlage fügen. Das von Reinhold Heidemann trainierte VfL-Team unterlag dem Bundesliga-Nachwuchs von Fortuna Düsseldorf im Ergebnis klar mit 1:6 Toren, wobei der VfL-Coach sein Team „zumindest in der Höhe unter Wert geschlagen“ sah, jedoch auch festhielt: „In letzter Konsequenz haben wir es versäumt, unsere Chancen zu nutzen und uns bei den Gegentoren teils naiv präsentiert.“

Dabei war das VfL-Team von Beginn an gut in der Partie und erspielte sich die ersten guten Torchancen der Partie. Kapitän Laurin Büdding scheiterte nach einer schönen Hereingabe von Elias Librandi zunächst am herausragend reagierenden Fortuna-Torhüter Pascal Geisler (2.), ehe er aus halbrechter Position im Strafraum der Gastgeber knapp verzog und das Spielgerät das Gehäuse der Landeshauptstädter verfehlte (7.). Nachdem in der Folge auch Sturmpartner Elias Librandi in Geisler seinen Meister fand (10.) und Iker Prudencio mit einem Distanzschuss scheiterte (13.), fanden die Düsseldorfer besser in die Partie – und schlugen durch Selahattin Cankirli gleich eiskalt zu.

Nach einem Steilpass in den Rücken der Rheder Abwehrkette spitzelte der Fortune den Ball an VfL-Keeper Adrian Anschlag vorbei ins Netz und sorgte so für die zu diesem Zeitpunkt überraschende Führung des Bundesliga-Nachwuchses (15.). Diesem verlieh der Führungstreffer nun deutlich mehr Sicherheit, während die durch zahlreiche Ausfälle stark dezimierte Rheder Defensive nun Mühe hatte, die Ordnung herzustellen und Gefahr vom eigenen Tor abzuwenden. Zunächst scheiterte Jan-Simon Symalla aus dem Strafraum heraus noch knapp (17.), zwei Zeigerumdrehungen später allerdings konnte er ein schönes Solo erfolgreich zum 2:0 für die Gastgeber abschließen (19.) und hiermit den Spielverlauf ein wenig auf den Kopf stellen.

In der Folgezeit entwickelte sich am Flinger Broich ein Spiel auf Augenhöhe, dass der VfL noch vor der Pause wieder hätte öffnen können. Ein Kopfball von Noah Paß traf allerdings nur den Pfosten des Düsseldorfer Tores (32.), während die Gastgeber durch Cankirli ihrerseits das Gestänge trafen. Schließlich ging es mit mit einem aus Rheder Sicht unglücklichen 0:2 in die Halbzeitpause.

„Insgesamt bin ich mit unserer Leistung in der ersten Halbzeit gar nicht einmal unzufrieden gewesen“, bilanzierte VfL-Coach Reinhold Heidemann und erklärte: „Wir hatten mehr vom Spiel, die besseren Torchancen und haben zudem trotz der vielen Ausfälle, insbesondere in der Innenverteidigung, nicht ganz so viel vor dem eigenen Tor zugelassen. Was wir uns natürlich vorwerfen müssen, ist, dass wir unsere Chancen nicht genutzt haben.“

Nach der Pause konnte Martin Theissen per Strafstoß für den VfL auf 1:2 verkürzen (44.), was noch einmal Hoffnung auf Zählbares nährte. Diese Hoffnung währte allerdings nicht allzu lange: Nach einem Eckstoß versäumte es die VfL-Defensive, am kurzen Pfosten zu klären, die Abwehr von Torhüter Adrian Anschlag landete unmittelbar vor den Füßen von Amar Kashtanjevac – und dieser fand das Loch in der vielbeinigen Abwehr, um den alten Abstand wiederherzustellen (54.). Spätestens als Cankirli kurz darauf das 4:1 für die Fortuna nachlegte (56.), war eine Vorentscheidung in der Partie gefallen. In der Schlussphase schraubten der überragende Jan-Simon Symalla (69.) und der letztlich dreifache Torschütze Selahattin Cankirli (80.) das Ergebnis gar noch auf 6:1 in die Höhe.

„Die erste Halbzeit war grundsätzlich okay und bis zum 1:3 waren wir einigermaßen im Spiel. Nach diesem Treffer haben wir uns ein Stück weit ergeben, was so nicht vorkommen sollte. Angesichts von Spielverlauf, Torfolge und personeller Situation möchte ich aber auch nicht zu hart mit den Jungs ins Gericht gehen“, zeigte sich Heidemann mit dem Auftritt seines Teams in den letzten 25 Minuten zwar alles andere als zufrieden und bilanzierte: „Insgesamt war das heute ein ziemlich gebrauchter Sonntag für uns, der uns auch die Wichtigkeit unserer Innenverteidiger noch einmal deutlich vor Augen geführt hat. Dass mit Mathis Beckmann, Marvin Egner und Sören Hogefeld gleich drei nominelle Innenverteidiger passen mussten, hat unsere Stabilität gegen einen heute wirklich guten Gegner schon maßgeblich beeinträchtigt. Viele Jungs haben heute positionsfremd gespielt. Dafür haben wir es über weite Strecken ordentlich gemacht, wenngleich ich mir in der Schlussphase mehr Widerstand gewünscht hätte. Der Sieg für die Fortuna geht ohne Frage in Ordnung, wobei ich schon denke, dass wir hier in der Höhe etwas unter Wert geschlagen wurden.“

Am kommenden Sonntag empfangen die U17-Junioren des VfL Rhede mit dem aktuellen Tabellenvierten TuRU 1880 Düsseldorf den direkten Konkurrenten um den letzten direkten Qualifikationsplatz im Besagroup-Sportpark. Heidemann: „Wir hoffen natürlich, dass sich die personelle Situation bis dahin etwas entspannt und wollen uns für das klare Ergebnis heute rehabilitieren.“ Der Anstoß erfolgt am Sonntag um 11:00 Uhr auf dem Kunstrasen des Besagroup-Sportparks.

VfL Rhede U17: Adrian Anschlag – Bledian Lahu, Mika Betting, Tim Gebbing, Elias Zschoche – Arion Sadrijaj, Noah Paß, Iker Prudencio, Martin Theissen – Elias Librandi, Laurin Büdding
Eingewechselt: Abbass Tadjik

Tore: 1:0 Selahattin Caliskan (15.), 2:0 Jan-Simon Symalla (19.), 2:1 Martin Theissen (44., FE), 3:1 Amar Kashtanjevac (54.), 4:1 Selahattin Caliskan (56.), 5:1 Jan-Simon Symalla (69.), 6:1 Selahattin Caliskan (80.)

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