U17 | Ausrufezeichen im Schlüsselspiel

VfL-Team besiegt TuRU 1880 Düsseldorf klar mit 6:0

11.04.2022 - Aktuelles · B-Junioren · Slider · U17Lesezeit ca. 3 Minuten -

Die U17-Junioren des VfL Rhede haben am Sonntagmorgen ein Ausrufezeichen im Kampf um den letztlich zur direkten Niederrheinliga-Qualifikation berechtigenden vierten Tabellenplatz gesetzt. Gegen den unmittelbaren Konkurrenten TuRU 1880 Düsseldorf gelang dem Team um Coach Reinhold Heidemann ein deutlicher 6:0-Sieg, in dessen Folge das VfL-Team sich nicht nur Rang 4 zurückeroberte, sondern auch den möglicherweise noch wichtig werden direkten Vergleich gegenüber den Landeshauptstädtern für sich entschied.

Ein kurzer Blick auf die Tabelle der B-Junioren-Niederrheinliga machte im Vorfeld des Nachholspiels zwischen dem VfL Rhede und TuRU 1880 Düsseldorf schnell klar, dass es sich bei dieser Paarung bereits um ein Endspiel für die Heidemann-Elf handeln und nur ein Heimsieg über die drei Zähler mehr aufweisenden Landeshauptstädter die Chancen auf Rang vier am Leben erhalten würde. Zumal die deutliche 0:4-Niederlage aus dem Hinspiel die Annahme nahe legte, dass der bei Punktgleichheit am Ende der Saison vorrangig zählende direkte Vergleich zu Gunsten der Gäste ausfallen würde.

„Die Situation vor dem Spiel sprach für sich“, so VfL-Coach Reinhold Heidemann, der sein Team nicht zuletzt deshalb mit einer offensiven Ausrichtung in die Partie schickte: „Es war klar, dass uns bei drei Punkten Rückstand, dem schlechteren direkten Vergleich und nur noch drei Spieltagen nur ein Sieg weiterhelfen würde, um doch noch die direkte Qualifikation in Angriff nehmen zu können. Von daher hatten wir uns vorgenommen, TuRU von Beginn an unter Druck zu setzen und den Spielaufbau immer wieder aggressiv zu stören. Insgesamt ist dieser Plan ziemlich gut aufgegangen.“

Und wie: Bereits nach vier Zeigerumdrehungen nutzte Kapitän Laurin Büdding die erste nennenswerte Torchance der Partie zur 1:0-Führung der Hausherren (4.), die nur wenig später durch Elias Librandi die große Chance hatten, das Ergebnis auszubauen. Während Librandi in dieser Szene aus circa zehn Metern Torentfernung das Düsseldorfer Gehäuse noch knapp verfehlte, setzte er sich nach einer Viertelstunde Spielzeit im Gästestrafraum clever gegen seinen Gegenspieler durch und ließ TuRU-Schlussmann Araz Panahi Motamed keine Abwehrchance (15.).

In der Folgezeit kontrollierte die Heidemann-Elf die Partie, allerdings gelang es dem Tabellenvierten aus Düsseldorf nun etwas besser, die Gefahr vom eigenen Tor fernzuhalten. Dieses änderte sich, als Librandi in der Schlussphase der ersten Halbzeit an der Strafraumgrenze sehenswert auf Büdding durchsteckte und dieser einschussbereit nur durch ein Foulspiel gestoppt werden konnte. Den fälligen Strafstoß verwandelte Martin Theissen sicher zum 3:0 (34.) – und stand kurz darauf erneut im Mittelpunkt des Geschehens.

Abseits des Spielgeschehens wurde der Rheder Mittelfeldspieler Opfer eines Kopfstoßes von TuRU-Akteur Anas El Bakali, was Schiedsrichter Luke Awater umgehend mit dem roten Karton quittierte, nachdem er von seinem Assistenten Maximilian Strunk auf das Vergehen hingewiesen wurde (37.). Abgesehen von einem energischen Protest durch Gäste-Trainer Jan-Niklas Eickels und der folgerichtigen gelben Karte gegen diesen passierte in den wenigen verbliebenen Minuten vor der Pause nicht mehr viel, so dass es mit einem verdienten 3:0 für den VfL in die Kabinen ging.

„Der Auftritt in der ersten Hälfte war durch die Bank gut“, so VfL-Trainer Reinhold Heidemann, der bilanzierte: „Wir haben den Gegner gut angelaufen, uns Torchancen herausgearbeitet und diese zu für uns günstigen Zeitpunkten in zählbares umgemünzt. Darüber hinaus haben wir defensiv gut gestanden und nichts nennenswertes zugelassen.“

Folglich schickte der Rheder Coach sein Team unverändert in den zweiten Durchgang, der etwas brauchte, um auf Touren zu kommen. Zwar blieb der VfL gegen einen nun dezimierten Kontrahenten die spielbestimmende Mannschaft, ließ zunächst jedoch die letzte Entschlossenheit vermissen, das Ergebnis auszubauen. Nach einem überragenden Steilpass von Iker Prudencio nutzte Martin Theissen die Möglichkeit zum 4:0 (53.) und somit für den zwischenzeitlichen Ausgleich im direkten Vergleich beider Teams, nachdem TuRU 1880 das Hinspiel im Oktober mit genau diesem Ergebnis für sich entscheiden konnte.

„Spätestens von da an haben wir glaube ich auch realisiert, dass wir hier heute nicht nur das Spiel gewinnen und zu TuRU nach Punkten aufschließen können, sondern sogar den direkten Vergleich noch zu unseren Gunsten entscheiden können“, so Heidemann, dessen Team zehn Minuten vor dem Ende der Partie durch Laurin Büdding tatsächlich den möglicherweise im Kampf um den vierten Platz noch sehr wichtig werdenden fünften Treffer erzielen konnte: Eine Hereingabe von Martin Theissen verwertete der VfL-Kapitän ohne große Mühe aus zehn Metern zum 5:0 für die Hausherren (72.). Für den Schlusspunkt in einer durchgängig einseitigen Partie sorgte unmittelbar vor dem Abpfiff schließlich Geburtstagskind Martin Theissen mit seinem dritten Treffer des Tages (80.+1).

„Insgesamt war das heute ein ganz starkes Spiel der Jungs und das Ergebnis auch in der Höhe durchaus in Ordnung“, so Heidemann, dessen Team mit nun 46 erzielten Treffern aus 17 Spielen aktuell den besten Angriff der Liga stellt und nach Ostern Tabellenführer Borussia Mönchengladbach im Besagroup-Sportpark empfängt (Sonntag, 24.04., 11:00 Uhr, Besagroup-Sportpark).

VfL Rhede U17: Ben Breuer – Bledian Lahu, Mika Betting, Sören Hogefeld, Elias Zschoche – Len Stenneken, Tim Gebbing, Iker Prudencio, Martin Theissen – Elias Librandi, Laurin Büdding
Eingewechselt: Silas Budak, Milan Bero

Tore: 1:0 Laurin Büdding (4.), 2:0 Elias Librandi (15.), 3:0 Martin Theissen (34., FE), 4:0 Martin Theissen (53.), 5:0 Laurin Büdding (72.), 6:0 Martin Theissen (80.+1)

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