U19 | Intensität hoch halten

Heidemann-Elf peilt Qualifikationsrunde zur A-Junioren-Niederrheinliga an

17.09.2022 - A-Junioren · Aktuelles · Slider · U19Lesezeit ca. 3 Minuten -

Bei den U19-Junioren des VfL Rhede ist nach einem besonderen Vorjahr mit Beginn des Trainingsauftaktes wieder Normalität eingekehrt. Für Coach Reinhold Heidemann steht die bestmögliche Vorbereitung auf den Seniorenbereich ebenso im Fokus, wie die konsequente Fortführung der Arbeit der vergangenen Jahre. Am Ende der Saison sollte nach Wunsch des Rheder U19-Coaches ein weiterer Entwicklungssprung stehen – und möglichst auch die Teilnahme an den Qualifikationsspielen zur A-Junioren-Niederrheinliga.

Mit einem vergleichsweise sehr jungen Team geht der VfL Rhede in die neue Saison der A-Junioren-Grenzland-Leistungsklasse – und kann dabei durchaus auf eine bewährte Konstante setzen. Während mit Luca Brunngraber, Serhat Talmac, Jannik Strauss und Fabian Wennemaring lediglich vier Spieler des letztjährigen U19-Teams noch im Kader befindlich sind, bildet das im Vorjahr äußerst erfolgreiche U17-Team um Coach Reinhold Heidemann das Gros der neuen U19-Junioren im Besagroup-Sportpark.

Dass dieses über eine durchaus hohe Qualität verfügt, zeigte nicht nur der starke dritte Rang in der B-Junioren-Niederrheinliga der Saison 2021/22, sondern auch die jüngst abgeschlossene Qualifikation zur A-Junioren-Grenzland-Leistungsklasse, in der die Heidemann-Elf den PSV Wesel (8:1) und den SV Spellen (9:1) jeweils klar zu besiegen wusste und nie auch nur einen Hauch von Zweifel an einer erfolgreichen Qualifikation aufkommen ließ.

„Auch, wenn wir die Qualifikation sehr souverän bewältigt haben, hätte ich mir in beiden Spielen etwas mehr Ernsthaftigkeit gewünscht“, zeigt sich Heidemann zwar mit den Leistungen seines Teams in der Ausscheidungsrunde nicht sonderlich zufrieden, zieht insgesamt aber ein positives Fazit unter die Saisonvorbereitung: „Wir haben hart gearbeitet, gute Grundlagen gelegt und in den Testspielen gegen das New York Football Project (2:4), den TV Asberg (14:0), SuS 09 Dinslaken (4:2), die SpVgg. Vreden (5:0) und die DJK TuS Stenern (7:0) insgesamt ordentliche Leistungen abgerufen.“

Zwar muss Heidemann in der neuen Spielzeit mit Iker Prudencio auf einen der prägenden Spieler des vergangenen Jahres verzichten, den es im Sommer zum 1. FC Bocholt zog, insgesamt sieht Heidemann seinen Kader allerdings gut aufgestellt: „Das Grundgerüst ist mit Ausnahme von Iker erhalten geblieben und verfügt über eine tolle Qualität, auf der wir aufbauen konnten. Mit den Neuzugängen haben wir auch in diesem Jahr eine gut funktionierende Gruppe beisammen und möchten gemeinsam den nächsten Schritt machen, bestmöglich auf den Seniorenbereich vorzubereiten.“

Mit Sinan Güngör (JSG Hö.-Nie./Rees), Ferdinand Schulte (TuS Velen) und Jan Taubeneck (JSG Raesfeld/Erle) konnte Heidemann zur neuen Saison drei Neuzugänge begrüßen, deren Integration ins Team „sehr gut verlaufen“ sei und die „uns im Saisonverlauf auch sicherlich gut tun werden.

Gleichzeitig sieht Heidemann allerdings auch einige Schwierigkeiten auf sein Team zukommen. „Wir kommen aus einer Situation heraus, in der jedes Spiel hart umkämpft war und im Vorfeld nicht abzusehen war, wer es gewinnen würde. Das wird sich aller Voraussicht nach in diesem Jahr etwas ändern, wie bereits die Qualifikation verdeutlicht hat. Hier die Spannung nicht nur im Training, sondern auch in den Spielen hoch zu halten, ist für die Jungs, aber auch für das Trainerteam eine Herausforderung“, so Heidemann, der klarstellt: „Wir müssen verstehen, dass nicht der Gegner, sondern das eigene Leistungsvermögen das Bewertungskriterium darstellt und die Art und Weise, sowie das Erreichen des eigenen Leistungsvermögens wichtiger ist, als nur Spiele zu gewinnen, wenn wir uns weiterentwickeln möchten.“

Dass dieses nicht immer einfach werden wird, macht Heidemann am Beispiel des ersten Spieltags fest: „Wir haben in der Qualifikation sehr deutlich und ohne voll zu überzeugen mit 8:1 gegen den PSV Wesel gewonnen und treffen direkt im ersten Spiel der A-Junioren-Grenzland-Leistungsklasse auf ihn. Hier dürfen wir nicht den Fehler machen, einen zu starken Fokus auf das Ergebnis zu legen und zu sehr auf den Gegner zu achten. Vielmehr muss es darum gehen, eine bessere Leistung abzurufen, als das in der Qualifikation der Fall war.“

Vor diesem Hintergrund sieht Heidemann das Auftaktspiel am kommenden Sonntag auch keineswegs als uninteressanten Selbstläufer an und verdeutlicht: „Das Ergebnis aus der Qualifikation darf für uns keine Rolle spielen. Im Grunde darf dieses Spiel für uns überhaupt keine Rolle spielen. Wir fangen am Sonntag bei Null an und möchten die bestmögliche Leistung abrufen. Wenn wir unsere Leistungsgrenze erreichen, ist das Ergebnis zweitrangig, aber ich bin mir sicher, dass es sehr gut ausfallen wird, wenn es uns gelingt.“

Heidemann weiter: „Wir sind in diesem Jahr anders gefordert, als das in der letzten Saison in der B-Junioren-Niederrheinliga der Fall war. Anders heißt aber nicht, dass wir weniger gefordert sind. Es ist eine große Herausforderung, nun mit deutlich mehr Ballbesitz gegen deutlich tiefer stehende Gegner überzeugend das Spiel zu machen. Dieser Herausforderung müssen wir uns stellen und ich denke, dass wir sie auch meistern werden, ohne andere Qualitäten wie Geradlinigkeit zu vernachlässigen. Beides unter einen Hut zu bekommen, ist unglaublich wichtig, um den nächsten Schritt in unserer Entwicklung zu machen.“

Dass Heidemann am Ende der Saison neben der primär wichtigen fußballerischen Weiterentwicklung und dem Heranführen an den Seniorenfußball auch die Teilnahme an den Qualifikationsspielen zur A-Junioren-Grenzland-Leistungsklasse anstrebt, steht indes fest: „Wir möchten auf jeden Fall die beste Mannschaft aus dem Kreis Rees/Bocholt in dieser Spielklasse stellen und möglichst auch Meister der Liga werden, um mit breiter Brust in die Qualifikationsspiele zur A-Junioren-Niederrheinliga gehen zu können.“

VfL Rhede U19 – Kader Saison 2022/23

1 Adrian Anschlag
2 Fabian Wennemaring
3 Jan Taubeneck
4 Jannik Strauss
5 Mathis Beckmann
6 Ferdinand Schulte
7 Elias Zschoche
8 Tim Gebbing
9 Milan Bero
10 Luca Brunngraber
11 Laurin Büdding
12 Ben Breuer
13 Abbass Tadjik
14 Sinan Güngör
15 Arion Sadrijaj
16 Mika Betting
17 Martin Theissen

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